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[griech.]: Verfahren, Art und Weise, wie etwas getan wird, z.B. Unterrrichtsmethode ...
Im Fremdsprachenunterricht gab und gibt es sehr unterschiedliche methodische Ansätze. Blickt man zurück zu den Anfängen des neusprachlichen Unterrichts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Latein und Griechisch große Konkurrenz bekamen, war der Unterricht sehr stark an der Grammatik und am Übersetzen orientiert. Man spricht in diesem Zusammenhang von GÜM, der Grammatik-Übersetzungs-Methode. Mit der Entwicklung der Direkten Methode wollte man sich aus der Tradition des Unterrichts in den Alten Sprachen befreien und sich mehr der "lebenden" Sprache zuwenden. Bekannt ist v.a. Berlitz, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts beginnt, durch Konversation Umgangssprache zu lehren. Die audiolinguale Methode findet ihre Wurzeln in Neuansätzen der Linguistik und Lernpsychologie der 30er bis 50er Jahre. Einige charakteristische Merkmale sind: Das Mündliche steht in dieser Methode im Zentrum und hat Vorrang vor dem Schriftlichen, Sprachmuster werden durch Imitation und häufiges Wiederholen memoriert (pattern drills), die Zielsprache ist alleinige Unterrichtssprache. Eine Weiterentwicklung der audiolingualen Methode stellt die audiovisuelle Methode dar, die in den 60er Jahren entwickelt wurde. Visuelle Medien (Bilder, Film, Dia, Overhead, etc.) werden dabei zum unverzichtbaren Stütze des Unterrichts. In den späten 60er Jahren gewinnen zunehmend kognitive Lerntypen, die in den vorangegangenen Methoden konsequent zurückgedrängt wurden, an Bedeutung. Der Niederschlag der kognitiven Methode, die ihre linguistischen Wurzeln in Chomskys Generativen Transformationsgrammatik hat, im Unterricht war zwar nicht groß, jedoch wurde durch die Diskussion dieses Ansatzes der Weg hin zu einem pluralistischen Methodenkonzept frei. Heutzutage ist die Kommunikative Didaktik und Methodik in aller Munde, die als Ziel des Fremdsprachenunterrichts "kommunikative Kompentenz" propagiert. Die Lernenden und deren Handeln stehen dabei im Mittelpunkt, der Unterricht wird offen und flexibel gestaltet und orientiert sich an authentischem Material.
Neben diesen "klassischen" Methoden finden sich auch eine Reihe alternativer Methoden, wie etwa Superlearning und Suggestopädie, Total Physical Response, Silent Way u.a., die alle die Ganzheitlichkeit des Lernens betonen und versuchen, kognitiv ausgerichtete Lernprozesse zu überwinden.
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